WIE KÖNNEN WIR DER
LEICHTIGKEIT GEWICHT
GEBEN ?

aktulle

Aktuelle Arbeiten

Sicherheit gibt es nicht durch Aneignung von Sicherheit, sondern durch Aufgeben von Zweifel.

Angst – Vor ihr müssen wir uns fürchten

Ein psychoanalytisches und allgemein verständliches Sachbuch über die Angst, November 2018, Stroemfeld, Frankfurt und Basel. ISBN 978-3-86109-205-6

Tagungen und Referate

Psychoanalyst meets Artist
Artist meets Jeannette Fischer

Ein psychoanalytisches Gespräch mit der  Performance Künstlerin Marina Abramovic
Verlag Scheidegger&Spiess, Zürich 2018, deutsche (4. Auflage) und englische Ausgabe (Verlagsbestseller)
Buchvernissage in der Fondation Beyeler, Riehen/Basel

Susret psihoanalitičarke i Marine Abramović Žanet Fišer

Serbische Übersetzung von Jasna Novakov Sibinovic, Verlag Geopoetika, Belgrad 2019, 2. Auflage
Buchvernissage in der Schweizer Botschaft, Belgrad, September 2019
Beitrag von  Radio/Televizija Srbije – RTS, 25.09.2019

Kunst und Psychoanalyse

Ich führe ein interessiertes Publikum durch die Sammlung oder die aktuelle Ausstellung eines Kunsthauses, wobei ich entweder einen Künstler, eine Künstlerin auswähle oder mich für ein übergeordnetes Thema entscheide. Diese Herangehensweise ergibt eine neue Annäherung an die Kunst wiewohl auch an die Psychoanalyse.

Transgenerationale Weitergabe von Traumata

Forschungsarbeiten und -Ergebnisse zum Thema “Traumatisierende Bindungsstrukturen”

aktulle
staccati

Staccati

Das Sölle ersetzt das Wölle

Ich nenne meine Aphorismen staccati, weil sie so unerwartet und schnell in meinem Kopf auftauchen

Tunnel KSA

Das Kantonsspital Aarau ist auf viele Häuser verteilt, welche unterirdisch miteinander verbunden sind. Jacqueline Schöb hatte den Auftrag, einen Teil dieser Gänge künstlerisch zu gestalten. Sie wählte sechs staccati aus, um sie mit Siebdruck an den Wänden anzubringen.

Staccati auf Licht

staccati blau gedruckt auf FL-Röhren. Eine Ausstellung zusammen mit Jacqueline Schöb. An verschiedensten Orten, mit Vorliebe an unbedeutenden, platzierten wir die staccati auf Licht in den Innen– und Aussenräumen des Kantonsspital Aarau. Ein Teil davon wurde in die Sammlung des KSA aufgenommen.

Staccati auf Wasserdampf

Mit Laser auf den Wasserdampf des Kühlturmes AKW Gösgen projizierte staccati.

Dieses Projekt zusammen mit Jacqueline Schöb kam nicht zustande, weil sich die Atomkatastrophe in Fukushima mitten in unserer Entwicklungsphase ereignete, und es uns allen unangebracht erschien, den Wasserdampf künstlerisch zu nutzen.

Demeter-Käserei

Die Käserei in Wernetshausen übernahm zwei staccati für die Gestaltung der Innenräume.

Angst

In der Ausstellung Angst im Forum Schlossplatz Aarau projizierte ich zum Thema passende staccati mit einem Karussell–Diaprojektor auf die Wand:

  • Je mehr sie loslassen, umso mehr hält’s
  • Angst ist das Loch zwischen den Gezeiten
  • spasp: sparen auf später
  • Befürchtungen sind da, um abgestaubt zu werden!
  • Honig ums Maul macht nicht satt
staccati
innenraum

Innenraum

Wenn der Hamster
Seine Backen füllt
Ist es Zeit
Zu sich zu kommen

Als Psychoanalytikerin beschäftige ich mich mit dem Innenraum.
Auch den Zwischenraum, der sich in der Begegnung zweier Personen eröffnet, verstehe ich als Teil des inneren Raumes.
Die Kunst, die aus diesen Räumen hervorgeht, zu ergründen und zu erforschen, entspricht einem grossen Interesse von mir.

Innenraum/Aussenraum/Kunstraum

Kuratorium der Ausstellung des Kunstraum Aarau zu seinem zehnjährigen Bestehen.

Wenn Fremdes auf Fremdes trifft, gibt es nur eine Art der Begegnung: der Austausch. An diesem Punkt entsteht immer Neues – Unvorhergesehenes.

Im Radius von 500 Metern um den Kunstraum Aarau gestalteten Künstlerinnen und Künstler Außen- und Innenräume. Die Dächer der Hochhäuser wurden musikalisch bespielt, die Tiefgarage literarisch und filmisch; der Stadtbus und die Räume der Kantonspolizei wurden zu Orten literarischer Lesungen und die Wiese zum Himmel auf Erden.

Zur Eröffnung balancierte der Hochseilartist Freddy Nock auf dem Seil vom Telli-Hochhaus über die gesperrte Kantonsstrasse zum Fabrikgebäude der ehemaligen Futterfabrik, dem heutigen KiFF.

Angst

In der Folge wurde ich vom Forum Schlossplatz Aarau für eine Ausstellung über Angst angefragt. Ich entwarf und gestaltete sie zusammen mit der Kuratorin Jacqueline Schöb. Im Park des Museums installierte sich für die Zeit der Ausstellung ein Dompteur mit seinen fünf Raubtieren. Er gab täglich Vorstellungen und diskutierte mit den Besuchern über seine Arbeit. Zwei Räume des Forum Schlosspark wurden in begehbare Terrarien umgebaut. Während der sieben Ausstellungswochen waren sie das Zuhause für eine Boa Constrictor. Uns als Kuratorinnen oblag die Aufgabe, sie täglich hinter den Radiatoren hervorzuholen und auf den Baum unter die Wärmelampe zu hängen. Mit dem Schweizer Fernsehen produzierten wir eine Tagesschau mit ausschliesslich erfreulichen Nachrichten.

Seelensysteme

Till Velten konzipierte im Helmhaus Zürich eine Ausstellung über Seelensysteme. Ich trug einen 15-minütigen Film dazu bei über eine Priester– und Priesterinnenweihe in Zürich, einen Textbeitrag für den Katalog und ein Interview mit dem Ausstellungsmacher.

Fischer: Du suchst nach der Schönheit des Menschen?
Velten: Ich suche nach dem authentischen Kern.
Fischer: Dann liegt also die Schönheit im authentischen Moment?
Velten: Vielleicht, ja.
Fischer: Es gibt eine Aussage von einem Topmodel auf die Frage, woran sie denke, wenn sie fotografiert werde, woran sie denke, um schön auszusehen auf den Bildern. Sie sehe der Wahrheit ins Gesicht, antwortete sie.

Erkennen – oder es könnte auch anders sein 

Dieser Dokumentarfilm entstand für die „Sternstunde Philosophie“ von SF1. In fünf Interviews mit einer Neuropsychologin, einem Chaostheoretiker, einem Künstler, einem Kind und einer Nonne erforschte ich das Thema Erkennen und eben: es könnte auch anders sein.

Balkan Epic

Zu dieser Ausstellung von Marina Abramovic in Milano verfasste ich einen Katalogbeitrag in Form eines Interviews Talking about Sexuality.

Hans

ist ein 17-minütiges Filmporträt über meinen Vater. Dieser Film, ursprünglich als Dokumentarfilm geplant, ist das Produkt eines einzigen Drehtages mit ihm. Wir mussten damals abbrechen, der Schmerz seiner Erinnerungen liess uns die Arbeit nicht mehr weiterführen.

Verlag

Vier Jahre arbeitete ich als Mitglied der Redaktion für den Zürcher Verlag edition8.

Wintersalon

Die Stadtbibliothek Aarau öffnete ihre Räume für abendliche Veranstaltungen. Ich begann mit dem Wintersalon: Für zwei Winter moderierte ich eine Diskussionsreihe zu den Zusammenhängen von Hierarchie, Besitz und Angst.

Die Anerkennung von Bedingtheit ersetzt Herrschaft.

innenraum
verdingkinder

Verdingkinder

Das Schweigen ist
noch stiller geworden

2010 begann ich mit einem Dokumentarfilm über meinen Vater. Nach dem ersten Tag mussten wir die Dreharbeiten einstellen, weil ihn seine eigene Biographie schmerzhaft einholte. Diese Erfahrung weckte mein Interesse für eine ganze Generation, die unter grosser Armut und Entbehrungen aufzuwachsen hatte.

So entstanden ein Film, diverse Podiumsdiskussionen und Vorträge, u.a. für den Runden Tisch des EJPD zur Problematik Betroffener von Armut und Betroffener fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Nicht zuletzt erwuchs daraus meine Initiative, mit der Bundesrätin in Kontakt zu treten, um eine Entschuldigung an den Betroffenen in Erwägung zu ziehen, welche im Anschluss daran vorbereitet und im April 2013 mit dem Gedenkanlass seinen Abschluss fand.

Im Jahre 2004 erschien in den Medien ein Aufruf, ehemalige Verdingkinder möchten sich zur historischen Aufarbeitung melden. Mit einigen der Betroffenen habe ich, im Auftrag der Projektleitung, Videointerviews geführt.

Lisa und Yvonne

Der 72-minütige Dokumentarfilm handelt von Lisa, einem ehemaligen Verdingkind, und ihrer 38-jährigen Tochter Yvonne.

In Einzel- und gemeinsamen Gesprächen zeige ich auf, wie die traumatischen Kindheitserfahrungen Lisas im Leben von Yvonne nachhallen, wie Erfahrung ungewollt und unbewusst weitergegeben, wie das Trauma transgenerationell wird.

https://vimeo.com/28274277

Ausstellung verdingkinderreden.ch

Zur Wanderausstellung habe ich einzelne Textbeiträge über die Bewältigung und Bewältigungsstrategien der ehemaligen Verdingkinder geschrieben.

Projekt o.T.

Das Projekt »ohne Titel« wurde zusammen mit Betroffenen fürsorgerischer Zwangsmassnahmen entworfen, gestaltet und vom 25. – 27. Mai 2018 als Aktionstage “Über-Leben” ausgestellt.

Mitwirkende erzählen über ihre Erfahrungen

verdingkinder
afrika

AFRIKA

Alles was ich sehe
ist
nicht Ich

Ich habe Marina Abramovic Ende der 90er Jahre kennengelernt. Sie faszinierte mich, weil sie mit ihren Performances unbewusste Prozesse offenbart, die auf eindrückliche Weise illustrieren, was die theoretische Psychoanalyse lehrt.

So entstand unsere Freundschaft.

African Window

In zweijähriger Arbeit bereitete ich unsere gemeinsame Reise nach Afrika vor: eine Begegnung zwischen den Hadzas, Marina und mir. Die Hadzas leben als Jäger und Sammler in Tansania. Die Ausstellung sollte in der Fondation Beyeler und der Film in der „Sternstunde Kunst“ gezeigt werden. Drei Monate vor unserer Reise wurde das Projekt durch widrige Umstände vereitelt, auf die wir keinerlei Einfluss hatten.

Faszination Primitive Kunst

Der Kunsthistoriker Marc Philip Seidel ermöglichte aus dem erarbeiteten Material von African Window eine Lehrveranstaltung an der Universität Zürich zum Thema: Faszination Primitive Kunst.

Fotoserie Doppelbelichtung

Als ich 2002 nach Afrika fuhr, um für African Window einen ersten Kontakt mit den Hadzas aufzunehmen, nahm ich die Kamera mit, in der sich ein bereits belichteter Film der Zürcher Künstlerin Klaudia Schifferle befand. Sie hatte städtische Momente fotografiert, eine Ampel, einen Briefkasten, einen Kronleuchter … Ohne zu wissen, was sie abgelichtet hatte, schichtete ich darüber eine zweite Lage Aufnahmen von meiner Reise zu den Hadzas.

Daraus entstand eine Postkartenserie.

Mein Ausweis
bestätigt mein
Ausgewiesensein

in die Heimat

afrika
biographie

BIOGRAPHIE

Eine Echse schaut sich im Spiegel an und denkt bei sich
das bin ich.
das bin ich!
das bin ich?

Während des Studiums der Vergleichenden Religionswissenschaften in Athen, Tübingen und später in Zürich, begann ich mich auf die Freud’sche Couch zu legen und ergründete mit meinem Psychoanalytiker mein Unbewusstes. Diese Arbeit führte zu einem Berufswechsel. Von 1986 bis 2016 arbeitete ich als Freud’sche Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Zürich.

In den 90er Jahren hatte ich die spontane Idee, mich um das Kuratorium einer Kunstausstellung zu bewerben. Seither beschäftige ich mich genauso intensiv mit der Kunst wie mit der Psychoanalyse.

Mich interessieren jegliche Formen und Dynamiken einer Beziehung, nicht zuletzt als Ausdruck im Kunstwerk oder als deren biografischer Antrieb. Dabei spielt die Angst eine wiederkehrende und nicht unbedeutende Rolle, die Angst als Folge von Missachtung und Verkennung eines sich selbst bestimmenden Subjektes. Das Nachdenken und Forschen darüber bilden die Grundlage meiner Arbeit. Sei es in der psychoanalytischen Praxis, in Vorträgen, Seminaren, Diskussionen und als Autorin, sei es in der Kunst, als Kuratorin, Dokfilmerin, Künstlerin, Kunstvermittlerin und Autorin.
Immer geht es mir um die Begegnung.

biographie
SPASSESHALBER

SPASSESHALBER

Auch ein Loch
hat seine Grenzen

giro di moda

Eine performative Modeschau entlang der Bahnhofstrasse Zürich. Zehn Models, perfekt gekleidet und frisiert, patrouillierten durch die Zürcher Innenstadt, begleitet von zwölf schwarz gekleideten Paparazzi. Die Passanten erhielten keinerlei Informationen über das, was sich abspielte.

Enya

ist ein Video von 8 Minuten. In einem Zürcher Restaurant beobachtete ich eine Frau, die in ihren Armen einen Säugling wiegte. Sie versuchte ihn zu beruhigen, während sie das Essen holte. Die Szene berührte mich, und ich fragte, ob sie bereit wäre, ein kleines ‚wiegendes’ Video zu drehen. Draussen im Park, ein paar Wochen später während den Dreharbeiten, kamen wir auf eine ganz andere Idee.

Rechtschaffen oder Recht schaffen

Ein vierminütiges Video, in dem ich endlich meine Lieblingsaufnahme aus Budapest unterbringen konnte: Eine sehr alte Fahrkartenverkäuferin der Budapester Untergrundbahn faszinierte mich durch ihre Freundlichkeit, Zahnlosigkeit und vor allem durch ihr geschätztes Alter von Mitte 80.

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Jeannette Fischer
Schützenrain 2a
8047 Zürich

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www.jeannettefischer.ch

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